Bamberg setzt verstärkt auf die Wärmepumpe
Die Wärmewende in der Welterbestadt
Die Wärmewende im Raum Bamberg nimmt spürbar an Fahrt auf. Es gewinnt eine Technologie in der Praxis rasant an Bedeutung: die Wärmepumpe. Dass die Technologie auch abseits von Neubauten im
historischen Bestand Oberfrankens funktioniert, beweisen nicht nur innovative Quartierskonzepte, sondern auch die wachsende Zahl modernisierter Privathäuser im Landkreis.
Wärmepumpen im privaten Bestand: Machbar und wirtschaftlich
Für Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern in Bamberg wird der Heizungswechsel immer attraktiver. Entgegen veralteter Vorurteile müssen Bestandsgebäude für den Betrieb einer modernen
Luft-Wasser- oder Sole-Wärmepumpe nicht zwingend kernsaniert sein.
„Entscheidend für einen effizienten Betrieb ist nicht das Baujahr des Hauses, sondern ein gut abgestimmtes Verteilsystem und eine beherrschbare Vorlauftemperatur von idealerweise maximal 55
Grad“, erklären lokale Energieexperten. Oftmals reichen schon der Austausch einzelner Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich, um das eigene Heim fit für die Wärmepumpe zu machen.
Finanzieller Rückenwind: Bis zu 70 Prozent staatliche Förderung
Wer den Umstieg wagt, wird aktuell so stark unterstützt wie selten zuvor. Über das Bundesförderprogramm (KfW-Programm 458) können private Eigentümer beim Heizungstausch Zuschüsse von bis zu 70
Prozent der Investitionskosten erhalten. Die maximale Bemessungsgrundlage liegt bei 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Zudem setzen sich zukunftssichere, natürliche Kältemittel (wie R290
Propan) im Markt durch, die nicht unter die strengen EU-F-Gas-Verordnungen fallen und somit eine langfristig sichere Investition darstellen.
Hausbesitzern in Gebieten ohne absehbaren Fernwärmeanschluss wird empfohlen, sich frühzeitig mit Energieberatern und dem lokalen SHK-Handwerk (Sanitär, Heizung, Klima) in Verbindung zu setzen, um
die individuellen Machbarkeiten zu prüfen und die staatlichen Fördergelder optimal auszuschöpfen.

