Energiewende 2.0: Effizienzsprung im Bestand

Mit Repowering von Wärmepumpe und Photovoltaik zu maximaler Unabhängigkeit

Energiewende 2.0: Effizienzsprung im Bestand

 

Während Deutschland über den Ausbau der erneuerbaren Energien diskutiert, rückt eine neue Disziplin in den Fokus: das „Repowering“ im privaten und gewerblichen Sektor. Wer bereits früh auf Wärmepumpen und Photovoltaik (PV) gesetzt hat, kann durch gezielte Modernisierungen die Effizienz seiner Anlage heute oft verdoppeln.

Die nächste Generation der Wärmepumpen

Viele Wärmepumpen der ersten Generationen (installiert vor 10 bis 15 Jahren) arbeiten mit Kältemitteln und Verdichtern, die nach heutigem Standard als überholt gelten. Moderne Geräte nutzen heute meist natürliche Kältemittel wie Propan (R290). Diese sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern ermöglichen deutlich höhere Vorlauftemperaturen.

Ein Repowering der Wärmepumpe macht ein Gebäude oft erst fit für die Zukunft. Moderne Geräte arbeiten modulierend, passen sich also exakt dem Bedarf an, und erreichen Effizienzwerte (SCOP), von denen man vor zehn Jahren nur träumen konnte.

Photovoltaik: Mehr Ertrag auf gleicher Fläche

Auch auf dem Dach hat sich technologisch viel getan. Während alte Module oft nur einen Wirkungsgrad von 14 bis 16 Prozent erreichten, liefern moderne Hochleistungsmodule heute weit über 20 Prozent.

  • Mehr Leistung: Auf der gleichen Dachfläche kann durch Repowering oft bis zu 40 % mehr Strom erzeugt werden.
  • Smarte Wechselrichter: Moderne Inverter bieten ein besseres Schattenmanagement und lassen sich nahtlos in Smart-Home-Systeme integrieren.
  • Speicher-Nachrüstung: Die Ergänzung eines Batteriespeichers ermöglicht es, den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms von etwa 30 % auf bis zu 80 % zu steigern.

Nachhaltigkeit trifft Wirtschaftlichkeit

Repowering ist auch ein Gebot der Nachhaltigkeit. Oft können bestehende Rohrleitungen, Fundamente und Teile der Elektroinstallation weitergenutzt werden. Zudem profitieren Hausbesitzer von attraktiven Förderungen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW unterstützen den Austausch alter Heizungssysteme und die Optimierung der Eigenstromnutzung mit hohen Zuschüssen.