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Solarstrom ist bereits Ökostrom, eigenen Strom selbst nutzen.
Das Energieeinspeisegesetz (EEG) macht es möglich: Der Netzbetreiber muss für Solarstrom zahlen, den der Eigentümer selbst erzeugt und verbraucht. Mit der neuen Regelung soll ein Anreizsystem geschaffen werden, den
eigenen Elektrizitätsverbrauch zeitlich an die eigene Produktion anzupassen, um so die öffentlichen Elektrizitätsnetze zu entlasten. Die Regelung stellt eine Option und keine Pflicht dar; sie kann aber jederzeit genutzt werden. Der Eigenverbrauch wird über einen eigenen Einspeisezähler nachgewiesen. Der Vergütungssatz für den Eigenverbrauch errechnet sich aus der für die jeweilige Anlage geltende Einspeisevergütung. Für Anlagen, die ab dem 01.07.2010 in Betrieb genommen werden, lohnt sich also die Eigenstromnutzung immer, sofern bei einem Eigenverbrauch der bezogene Strom Ihres Anbieters mehr als 19,49 Ct./kW kostet. Gerade jetzt ist der beste Zeitpunkt in Photovoltaik zu investieren, die Zinsen sind niedrig, die Photovoltaikanlagen günstig und die Steuervorteile hoch. Umsatzsteuerliche Betrachtung Betreiber eines PV-Systems verkaufen Strom und werden somit im Sinne des Umsatzsteuergesetzes als Unternehmer eingestuft. Daran ändert auch der Eigenverbrauch nichts. Zur Bestimmung der Unternehmereigenschaft ist allein die Tatsache entscheidend, dass regelmäßige Einnahmen erzielt werden. Bei nachträglicher Umstellung auf Eigenverbrauch wird die Eigenverbrauchsvergütung des Jahres der Inbetriebnahme gezahlt. Durch den Einsatz von Photovoltaik schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel. Dies gilt für den Fall, wenn Sie den Solarstrom Ihrer Photovoltaik-Anlage ins öffentliche Netz einspeisen, aber noch mehr, wenn Sie ihn selbst vor Ort, z.B. in Ihren eigenen vier Wänden verbrauchen.
Übrigens: Neue Speichersysteme nutzen Ihren selbst erzeugten Strom auch in der Nacht.
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Fragen und Antworten zum Eigenstrom
Was genau bedeutet Eigenverbrauch?
Beim Eigenverbrauch wird der Photovoltaik-Strom nicht wie gewöhnlich in das öffentliche Stromnetz eingespeist, sondern in direkter räumlicher Nähe zur Photovoltaikanlage verbraucht. Indem Sie einen Teil Ihres Strombedarfs durch Ihren eigenen Solarstrom decken, sparen Sie nicht nur Strombezugskosten, sondern Sie bekommen für jede kWh selbst genutzten Solarstrom noch eine Vergütung oben drauf. Dies macht Eigenverbrauch besonders lukrativ. Den Anteil des Solarstroms, den Sie nicht selbst nutzen, speisen Sie einfach in das öffentliche Stromnetz ein und erhalten dafür eine Einspeisevergütung. Im „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) sind die Vergütungssätze für Einspeisung und Eigenverbrauch von Solarstrom festgelegt. Beide Vergütungssätze erhalten Sie garantiert, 20 Jahre lang plus das Jahr der Inbetriebnahme.
Gibt es die Vergütung für alle Solaranlagen?
Die Eigenverbrauchsvergütung kann für Photovoltaikanlagen an oder auf Gebäuden beantragt werden, die nach dem 01.01.2009 angeschlossen wurden oder in Zukunft gebaut werden. Seit 1.7.2010 ist Eigenverbrauch bei PV-Dachanlagen bis 500 kWp möglich (vorher nur bis 30 kWp). So ist auch eine Anwendung im gewerblichen Bereich möglich. Auch Dritte in räumlicher Nähe können mit Eigenstrom versorgt werden (z.B. Mieter). PV-Anlagenbesitzer können die Förderung direkt ab der Inbetriebnahme in Anspruch nehmen oder auch später zu einem beliebigen Zeitpunkt – 20 Jahre lang: mit staatlich garantierten, fixen Vergütungssätzen.
Wie hoch sind die Vergütungssätze für Eigenverbrauch?
Die jeweils geltenden Vergütungssätze stehen mit dem Datum der Inbetriebnahme fest. Dabei richtet sich die Höhe der Vergütung nach der Größe der PV-Anlage und nach dem Anteil des Eigenverbrauchs.
Ist das lukrativ?
Ja, denn umso mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto weniger Strom müssen Sie von Ihrem Energieversorger vor Ort (z.B. Stromkonzerne, Stadtwerke) beziehen. Ihre jährliche Stromrechnung fällt also geringer aus. Zusätzlich erhalten Sie die Eigenverbrauchsvergütung oben drauf. Im Normalfall ist Ihr Ertrag durch Eigenverbrauch schon heute höher als bei der Netzeinspeisung. Dieser Vorteil wird in Zukunft weiter wachsen, denn es ist davon auszugehen, dass aufgrund der steigenden Strompreise der Vorteil von Eigenverbrauch über die nächsten Jahre weiter steigen wird. Einer Strompreiserhöhung können Sie als PV-Anlagenbetreiber mit Nutzung des Eigenverbrauchs entspannt entgegen blicken, denn Sie produzieren schließlich einen Teil Ihres Stroms selbst!
Ab wann lohnt sich Eigenverbrauch?
Dies hängt vor allem von den Preisen Ihres Stromanbieters ab. Eigenverbrauch lohnt sich, sobald die Eigenverbrauchsvergütung und die Strombezugskosten (abzgl. der Umsatzsteuer) höher sind als die Vergütung für die Netzeinspeisung. Einfach ausgedrückt: Müssen Sie für den Strom, den Sie vom Versorger beziehen, mehr zahlen als 19,49 Cent (Brutto-Arbeitspreis), dann lohnt sich Eigenverbrauch. Und heute betragen die Stromkosten vielerorts schon 23 Cent und mehr!
Und wie funktioniert die technische Umsetzung?
Der Eigenverbrauch von selbsterzeugtem PV-Strom ist technisch leicht umzusetzen. Es werden zwei Stromzähler benötigt. Der erste Zähler misst die Strommenge, die von Ihrer Photovoltaik-Anlage erzeugt wird. Der zweite Zähler misst den Solarstrom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Letzterer wird häufig in einem sogenannten Zweirichtungszähler mit dem gewöhnlichen Strombezugszähler zusammengefasst, der in jedem Haushalt installiert ist.


